Historisches
Museum Basel - Musikmuseum
(Foto: HMB P. Borter)
Fiorita
heisst blühend, blumig, unsere Musik ist blumig. Auf dem
Papier sieht sie oft recht dürr aus, dann beginnen wir
auszuzieren und zu improvisieren. Das ist Musica Fiorita!
Treffpunkt Basel.
9 Menschen aus 8 Ländern treffen sich 1990 an der Schola
Cantorum Basiliensis. Alle haben mit Leidenschaft alte Traktate,
Kontrapunkt und Generalbass studiert: man probt deutsch, man streitet
italienisch, man spielt Musica Fiorita und redet die gleiche Sprache.
Treffpunkt Seicento. In der Musik des Hoch- und
Spätbarocks leben die Musiker und Musikerinnen von Musica
Fiorita ihre Lust am Improvisieren und ihre Freude am Verzieren
aus. Aus einfachen Adagios entstehen üppige Blumengebinde.
Die wahre Entdeckung indes ist die frühe italienische Barockmusik,
die voll ist von harmonischen Kühnheiten und rhythmischen
Ueberraschungen. Die wahre Moderne beginnt im Seicento.
Treffpunkt Archiv. Durch Bibliotheken streifen,
in Handschriften blättern und alte Konvolute studieren. Daniela
Dolci, Leiterin und Cembalistin, hat aus europäischen Archiven
verschiedenste Schätze gehoben, einen Schweizer Komponisten,
eine italienische Komponistin, eine französische Oper, und
sie hat es mit Musica Fiorita aufgeführt. Tote leben doch
länger.
Treffpunkt Konzert. Musica Fioritas Konzertprogramme
leben von Kontrasten: von französischen Tänzen in der
Kirche, vom roten Faden: Frauen als Schöpferinnen und Musen,
aber auch von der Fülle der Zeit: das vereinigte Europa im
Konzertsaal, die barocke Hitparade im Schloss.
nEUIGKEITEN
Die neue
CD mit der Aufnahme der Oper "Cephale et Procris"
von Elisabeth-Claude Jacquet de la Guerre ist
vor kurzem erschienen.
Sehen
Sie sich den Trailer zur Aufführung von "Il
Barcheggio" an.